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Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel

Ein wichtiger Bestandteil unserer medizinischen Behandlungen sind Medikamente und Nahrungsergänzungsmittel, die in Kapsel- Pulver- oder flüssiger Form oral aufgenommen werden. Besonders bei Stoffen, die eine gute Bioverfügbarkeit durch orale Aufnahme haben, ist nicht immer eine Injektion oder Infusion nötig. Beispiele für dies sind: antientzündliche Enzyme, Vitamine, Mineralstoffe, pflanzliche Mittel, Probiotika und spezielle Entgiftungs-Mischungen. 

Misteltherapie

Die Injektion von Mistelextrakten gehört zu den am besten erforschten Therapieverfahren in der komplementären Onkologie.

Die moderne Misteltherapie bei Krebs geht auf eine Anregung von Dr. phil. Rudolf Steiner (österreichischer Philosoph, 1861 –1925) zurück. Ende 1916, also vor gut 100 Jahren gab er einer holländischen Ärztin einen Hinweis darauf, dass die Mistelpflanze sich besonders für die Krebstherapie eigne. Seither wurden hunderte von Studien veröffentlich,in denen die Angaben Steiner bestätigt wurden.

Wir wissen heute enorm viel über die pharmakologischen Eigenschaften der Mistel, über ihre Inhaltsstoffe, die Lektine und Vinco-Toxine und deren Wirkung auf Krebszellen und das menschliche Immunsystem. Wir wissen, dass es krebszellzerstörende und krebshemmende Wirkstoffe in ihr gibt, genauso wie eine Vielzahl von das Immunsystem regulierenden Faktoren, die entzündungshemmende und schützende Wirkungen auf den Organismus haben. Sowohl das unspezifische wie auch das spezifische Immunsystem des Menschen werden durch Mistelextrakte reguliert und aktiviert!

Patienten, die mit Mistelextrakten behandelt werden,  berichten von einer Verbesserung des Appetites und der Verdauung, besserem Schlaf, und einer deutlichen Schmerzreduktion, sodass häufig weniger Schmerzmittel verordnet werden müssen, einer Stimmungsaufhellung und allgemeinen Aktivierung. Diese Verbesserung des Befindens wird oft schnell und dauerhaft erreicht.

Je nachdem auf welchem Wirtsbaum die Mistelpflanzen wachsen, haben sie unterschiedliche Inhaltsstoffe und werden demzufolge auch für unterschiedliche Krebsarten genutzt.

Die Herstellung von Mistelpräparaten ist ausgesprochen aufwändig. Misteltriebe von verschiedenen Baumarten werden zweimal im Jahr, einmal im Sommer und einmal im Winter, streng nach Wirtsbäumen getrennt von Hand geerntet und verlesen. Dann werden sie mit Hilfe einer Walze mechanisch aufgeschlossen und, wie z.B. beim Iscador, mit Milchsäurebakterien und Wasser gemischt und haltbar gemacht. 

Über die Hälfte der Krebspatienten in Deutschland nutzt die Heilkraft der Mistel. Eine Verbesserung der Lebensqualität tritt meist schnell und nachhaltig spürbar ein.

Die Medikamente werden individuell ausgesucht und als Injektionen (s.c.= sub cutan = unter die Haut) verabreicht. In der Regel lernen die Patienten oder deren Angehörige schnell, die Spritzen selber zu verabreichen; 3 Injektionen unter die Haut pro Woche sind die Regel. - Wir haben über die Jahrzehnte beste Erfahrungen mit der Anwendung von Mistelpräparaten bei Krebs gemacht.

Medizinische Einreibungen

Die Haut als Schutzmantel unseres Körpers braucht besondere Pflege

Viele Menschen mit chronischen Erkrankungen fühlen sich nicht immer „wohl in ihrer Haut“. Das ist ein Ausspruch den wir kennen, aber manchmal nicht ganz ernst nehmen. Wir werden „dünnhäutig“, fühlen uns zerrissen, verspannt und schutzlos. 

Durch medizinische Einreibungen mit speziellen Massageölen können wir direkt helfen, den Schutzmantel unseres Körpers zu vitalisieren, zu stärken und zu regenerieren, so dass wir uns wieder geborgen und wohl fühlen können.

Darüber hinaus können durch medizinische Einreibungen direkte Wirkungen auf die inneren Organe und ihre Funktionen erzielt werden. Die meisten Patienten lieben diese Art von Zuwendung und Berührung und können schnell in tiefe Entspannungszustände gelangen.

Für die medizinischen Einreibungen verwenden wir verschiedene Öle mit Heilmittelzusätzen oder spezielle Salben. Diese werden individuell ausgesucht für den jeweiligen Patienten.

Nahrungsergänzungsmittel

Präparate im Grenzbereich zwischen Arznei- und Lebensmitteln

Nahrungsergänzungsmittel sind Produkte zur optimalen oder therapeutischen Versorgung des menschlichen Stoffwechsels mit Nahrungs- oder Wirkstoffen im Grenzbereich zwischen Arzneimitteln und Lebensmitteln. Sie sind dazu bestimmt, die allgemeine Ernährung zu ergänzen. Der amerikanische Chemiker und 2-fache Nobelpreisträger Linus Pauling (1901-1994) prägte den Begriff der orthomolekularen Medizin, welche Krankheiten mit optimalen Dosen von Stoffen behandelt, die für den Organismus „natürlich“ sind. 

Typische Inhaltsstoffe von Nahrungsergänzungsmitteln oder orthomolekularen Arzneien, sind Mineralstoffe, Vitamine, Antioxidantien und sekundäre Pflanzenstoffe. Beispiele von Nahrungsergänzungsmitteln, die häufig bei uns zum Einsatz kommen, sind: Enzyme aus Papaya oder Ananas, Magnesium, Selen, Vitamine, Q10, oder Aminosäuren, um nur einige zu nennen. Beim Verordnen dieser Produkte ist besonders darauf zu achten, wo und wie sie hergestellt worden sind und welche Dosierungen sinnvoll sind, um den gewünschten Effekt zu erzielen.

Was bei schweren Erkrankungen und besonders bei Krebs zu beachten ist 

Viele chronisch kranke Patienten sterben nicht unbedingt an der Krankheit selber, sondern an Mangelzuständen, die im Verlauf dieser Erkrankungen auftreten. Auf der einen Seite kann es sein, dass die Nahrungsaufnahme z.B. bei Krebserkrankungen gestört ist, auf der anderen Seite kommt es bei diesen Erkrankungen häufig zu Stoffwechselstörungen, die zu chronischen Mangelzuständen führen können. In solchen Situationen ist es manchmal erforderlich und hilfreich, Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz zu bringen. Diese sollten aber nicht unkontrolliert über zu lange Zeiten eingenommen werden.

Durch Labor-Untersuchungen von Unterhautgewebe, Blut und Stuhl (siehe dort) erhalten wir wichtige Hinweise auf den sinnvollen Einsatz von Nahrungsergänzungsmittel bei krebsbedingten Mangelzuständen oder anderen chronischen Erkrankungen.

Kontakt

arcadia Praxisklinik

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