Anwendungen zur Krebstherapie in der Arcadia Praxisklinik

Auf Grundlage einer ausführlichen Untersuchung und einer exakten Diagnose erstellen wir für unsere Patienten einen individuellen Therapieplan, der die Verbesserung ihrer Lebensqualität und die Wiederherstellung ihrer Gesundheit zum Ziel hat. Für eine ganzheitliche Krebstherapie bieten wir verschiedene Anwendungen in der Arcadia Klinik an: Immer individuell auf unsere Patienten und ihre Krebserkrankung abgestimmt.

Die körpereigene Immun-Abwehr stärken und entlasten

In der Arcadia Praxisklinik setzen wir auf innovative Methoden in der Krebsbehandlung. Therapien, die die körpereigenen Abwehrprozesse aktivieren und den Körper dabei möglichst wenig zusätzlich belasten. Immer auf der Basis moderner, wissenschaftlicher Erkenntnisse, ergänzt durch unsere langjährige praktische Erfahrung und Spezialisierung in der Anwendung verschiedenster Therapieverfahren.


Die Kräfte der Natur zur regenerativen Stärkung einsetzen

Krebs und andere chronische Erkrankungen schwächen den Körper, weil sie ihm u. a. wichtige Nährstoffe und Energie entziehen. Diese Mangelerscheinungen führen zu Unwohlsein, Schwäche der Abwehrkräfte und des Immunsystems und sehr oft auch zu Schmerzen. In der Arcadia Praxisklinik kombinieren wir natürliche Mittel mit modernster Technik, um die verlorengegangene Lebensqualität unserer Patienten wieder herzustellen.


Zu einem gesunden Körper gehört ein gesunder Geist

Begleitende Anwendungen zur Krebstherapie helfen Körper und Seele in Einklang zu bringen und damit den Heilungsprozess zu fördern. In der Arcadia Praxisklinik bieten wir verschiedenste Anwendungen, um körperliche und emotionale Blockaden zu lösen und damit im Körper einen heilsamen Energiefluss zu aktiveren.

Wissenswertes zur Krebsbehandlung

Welche Rolle spielen Antioxidantien in der Krebstherapie?

Antioxidantien spielen in der Krebstherapie eine wichtige Rolle. Gluthation wird von Vielen als das „Master-Antioxidant“ bezeichnet, weil es eine ausgesprochen starke anti-oxidative Wirkung entfalten kann.
Antioxidantien, die wir am besten täglich mit der Nahrung aufnehmen, können gesunde Zellen schützen und sog. freie Radikale, die z.B. bei Giftbelastung oder einer Bestrahlung oder Chemotherapie entstehen, unschädlich machen. Sehr bekannte Antioxidantien sind verschiedene Vitamine wie A, C, E, der Mineralstoff Selen und der hier beschriebene natürliche Wirkstoff Glutathion.

Gluthation – Entgiftung und Zellaktivierung
Glutathion hat als besondere Fähigkeit, die Leberfunktion zu stärken und eine umfassende Entgiftung des Körpers zu ermöglichen. Dies ist genauso wichtig bei Schmerzsyndromen, wie auch bei Erschöpfungszuständen und natürlich auch bei Krebserkrankungen. Der Körper wird entlastet, die Aktivität der Abwehrzellen wird gesteigert und die gesunden Gewebe werden geschützt.

Kombinationsbehandlungen sind sinnvoll
Besonders günstig wirkt das Glutathion, wenn es mit anderen Maßnahmen sinnvoll kombiniert wird. Dazu gehört eine Leber-Schonkost, „natürliches“ reines Wasser, Leberwickel, Tees und spezifische Therapien wie Wärmebehandlungen, Magnetfeldtherapien und mehr.

Dichloracetat (DCA) zur Krebsbehandlung

Ursprünglich wurde das Medikament Dichloracetat (DCA) gegen seltene Stoffwechselstörungen (Lactacidose) bei Kindern angewendet. Dann fand ein Forscherteam aus Kanada heraus, dass DCA auch in der Behandlung von Krebs sinnvoll eingesetzt werden kann. DCA wirkt dabei hauptsächlich als Aktivator der bei Krebszellen gestörten Energie-Produktion in den Mitochondrien. Wie wir wissen, nutzen Krebszellen nicht den normalen Stoffwechselweg in ihren Mitochondrien, um aus Nahrung und Sauerstoff Energie zu machen, sondern sie vergären Zucker ohne Sauerstoff. Sie verlieren dadurch sehr viel an nutzbarer Energie und gehen in einen primitiven Überlebens-Stoffwechsel über. Durch DCA kann, zumindest teilweise, eine gestörte Mitochondrienfunktion wieder hergestellt werden. Dadurch kann auch der natürliche Alterstod einer Zelle (Apoptose genannt) wieder stattfinden. DCA wirkt also auf die Krebszellen reparierend, oder, wie der Fachmann sagt: re-differenzierend. Sinnvollerweise wird DCA mit anderen Methoden kombiniert, die in die gleiche Richtung wirken, wie Ernährungsumstellung auf low-carb Kost und Begleitbehandlungen mit Hyperthermie u.a.

Was ist eine Intravenöse Sauerstofftherapie?

Intravenöse Sauerstofftherapie (Oxyven) – mit Sauerstoff wirksam Entzündung hemmen und die Durchblutung fördern
Eine besondere Form der Sauerstofftherapie ist die Oxyvenierung nach Dr. H. Regelsberger, die seit den 1960er Jahren Bestandteil der Naturheilkunde ist und seither über 100.000-fach angewandt wurde. Dabei werden kleinste Mengen an Sauerstoff intravenös verabreicht, um im Patienten vor allem eine antientzündliche und durchblutungsfördernde Wirkung auszulösen. Durch die dadurch ca. 8-fach verstärkte Bildung des durchblutungsfördernden Hormons Prostacyclin kommt es zu einer deutlichen Gefäßerweiterung und Verbesserung der Durchblutung im gesamten Körper. Zudem wird eine Verschiebung von bestimmten weißen Blutkörperchen (Eosinophile) aus den Geweben ins Blut gesteigert, was zu einer deutlichen Entzündungshemmung beiträgt. Das wirkt auch der Bildung von Thrombosen entgegen und das innere Gleichgewicht unseres Immunsystems kann insgesamt deutlich verbessert werden.

Vielfältige Anwendungsmöglichkeiten der Intravenösen-Sauerstofftherapie bei unterschiedlichen chronischen Erkrankungen und bei Krebs
Verständlich ist, dass die intravenöse Sauerstofftherapie günstig wirkt bei allen Erkrankungen, die mit chronischem Sauerstoffmangel einhergehen. Dies ist der Fall bei Durchblutungsstörungen, Potenzstörungen, Erschöpfungszuständen, Schlafstörungen, Neurodermitis und anderen Hautkrankheiten, Polyneuropathien, Gedächtnisstörungen, Schlaganfallfolgen, Bluthochdruck, Herzinfarktfolgen, Hörsturz und Schwindel, Tinnitus und sogar bei der Makuladegeneration. Im Falle von Krebserkrankungen eignet sich die Oxyvenierung als eine Begleitbehandlung in der Tumortherapie und auch zur Verminderung von Nebenwirkungen der Chemotherapie oder Strahlenbehandlung.

Die Behandlung erfolgt im Liegen. Die Zufuhr von Sauerstoff erfolgt über eine sehr dünne Kanüle, sodass der Einstich kaum zu spüren ist. Die Behandlungsdauer beträgt zu Beginn 10 Minuten, im weiteren Verlauf bis zu 30 Minuten. Nach der Behandlung ist eine kurze Nachruhezeit einzuhalten. Eine Behandlungsserie umfasst meist ca. 10 bis max. 20 Infusionen.

Ozon-Therapie – Ozon wirkt desinfizierend, durchblutungsfördernd, aktivierend, regenerierend
Ozon (O3) ist als 3-atomige Sauerstoffverbindung besonders energiereich und reaktionsfreudig. In der medizinischen Anwendung ist Ozon bekannt für seine desinfizierenden Eigenschaften, es hat bakterientötende, virustötende und pilztötende Wirkungen. Nicht zuletzt deshalb wird es zur Wunddesinfektion und bei verschiedenen Hautkrankheiten eingesetzt. Weiterhin wirkt Ozon durchblutungsfördernd, das Immunsystem aktivierend und regenerierend. Diese Wirkung ist bei vielen chronischen Erkrankungen ein sehr wichtiges Element bei der Wiederherstellung des inneren Terrains und des immunologischen Gleichgewichtes. Zudem können die Immunfunktionen des Körpers unterstützt werden. Die Behandlung mit Ozon ist dadurch seit langer Zeit ein fester Bestandteil der komplementären Medizin.

Neben der äußeren Wundbehandlung und der rektalen Verabreichung von Ozon, verwenden wir insbesondere die „große Eigenblutbehandlung“ mit Ozon als eine ergänzende Behandlung in der Krebstherapie. Es werden dabei 100-200 ml Blut in einem Gefäß mit 2- 5 mg Ozon versetzt und anschließend in den Blutkreislauf zurück infundiert. Sie wird mit Gewinn z.B. mit Hochdosis-Vitamin-C-Infusionen kombiniert. Eine Verbesserungen des Allgemeinzustandes ist nach wenigen Behandlungen häufig zu beobachten. Wir beraten Sie gerne, bei welchen weiteren Erkrankungen diese Methode sinnvoll eingesetzt werden könnte.

Sind Nitrile aus Aprikosenkernen wirksam gegen Krebs?

Kaum ein Mittel in der biologischen Krebstherapie hat so viele Kontroversen hervorgerufen wie Vitamin B17, das auch unter den Namen Laetrile oder Amygdalin bekannt geworden ist. Die genaue Bezeichnung ist Laevo-mandelonitril-beta-glucuronosid. Seit den 1970ern wird es schon verwendet, neben vielen praktischen Erfahrungen gibt es jedoch nur wenige Studien, die eine Wirksamkeit nachgewiesen haben. Wir ziehen daher andere biologische Krebsmittel dem Amygdalin vor und verwenden es daher nur in besonderen Fällen und nach individueller Abwägung.

Einige Hintergründe über Nitrile, was sie sind und wie ihre Wirkungsweise gedacht wird
Die Samenkerne von vielen Kern- und Steinobstarten haben einen hohen Anteil an Bitterstoffen, besonders Aprikosenkerne. Analysiert man diese Bitterstoffe, so findet sich, dass sie einen hohen Anteil an Cyan-Verbindungen enthalten. Diese Cyanverbindungen sind Nitrile, d.h. organische Verbindungen mit einer CN-Gruppe. Nitrile haben selber keinen giftigen Effekt, erst durch Spaltung des Moleküls kommt es zur Freisetzung von HCN, also von Blausäure. Wie so viele andere Stoffe in der Natur, die eine starke Giftwirkung entfalten können, werden auch die Nitrile zu Heilzwecken genutzt.

Einfach ausgedrückt scheint das Vitamin B17 auf die folgende Weise zu wirken
Es wird im Körper durch ß-Glucosidase zu Blausäure gespalten, die von den Körperzellen durch das Enzym Rhodanase (auch Thiosulfat-Zyanid-Transsulfurase genannt) entgiftet wird. Krebszellen, die sehr einfachen embryonalen Zellen ähnlich sind, besitzen weniger Rhodanase und werden deshalb durch hohe Dosen von Blausäure, die sie nicht entgiften können, geschädigt. Von oralen Formen des Amygdalin raten wir ab, da davon kein nennenswerter Wirkspiegel im Blut und den Tumorgebieten zu erwarten ist.

Kurkuma und Curcumin – was hilft gegen Krebs?

Kurkuma, die Gelbwurz: Altbewährt und neu erforscht
Die ausgesprochene Heilkraft der Gelbwurz (Curcuma longa) war schon in der ayurvedischen Medizin hoch geschätzt. Auch in der europäischen Medizin wird die galleanregende und stoffwechselfördernde Wirkung seit Jahrhunderten erfolgreich eingesetzt.

Curcumin-Infusionen – Wirkung wissenschaftlich nachgewiesen
Heutzutage steht der Wirkstoff Curcumin im Mittelpunkt von vielen Untersuchungen und es werden immer neue heilkräftige Wirkungen wissenschaftlich nachgewiesen. Erst seit wenigen Jahren ist es aber möglich, diesen Wirkstoff auch in Form von Infusionen zu verabreichen. Wir schätzen die Curcumin-Infusionen besonders wegen ihrer vielfältigen Verwendungsmöglichkeit in der Onkologie, obgleich sie auch bei vielen anderen chronischen Krankheiten eingesetzt werden können.

Immer mehr neue Studien belegen die hohe Wirksamkeit von Curcumin
In vielen Studien ist inzwischen nachgewiesen, dass Curcumin-Extrakte krebshemmende, antientzündliche und antioxidative Eigenschaften haben. Auch ist gezeigt worden, dass Curcumin eine antimikrobielle Wirkung hat und somit erfolgreich gegen chronische Infekte eingesetzt werden kann, die oft auch bei Krebserkrankungen zu finden sind. Wird gleichzeitig mit dem Curcumin noch Vitamin D verabreicht, so scheinen diese beiden Wirkstoffe sich gegenseitig in günstiger Weise zu ergänzen und gegenseitig zu verstärken.

Procain-Basen-Infusionen zur Engiftung und Entsäuerung

Entzündung und Übersäuerung sind zwei der wichtigsten Hauptursachen von Krankheit überhaupt. Durch die Kombination eines entzündungshemmenden Wirkstoffes, Procain, mit einer alkalischen Trägerlösung, Natriumbicarbonat, begegnen wir diesen Störungen auf eine Weise, die in der Naturheilkunde einen festen Platz eingenommen hat: mit der Procain-Basen Infusion.

Procain gehört zu den Arzneimitteln, die aufgrund von guter Wirksamkeit und Verträglichkeit schon seit über 100 Jahren einen festen Platz in der Medizin haben. Besonders bekannt geworden ist Procain durch die Anwendung in der Neuraltherapie. In vielen wissenschaftlichen Studien konnten die hervorragenden Eigenschaften dieses Medikamentes im Körper belegt werden. Sie bestehen in Gefäßerweiterung, Entzündungshemmung, Schmerzlinderung, einem antioxidativen Effekt und einer Ausgleichswirkung auf das vegetative Nervensystem.
Natriumhydrogenkarbonat ist eine körpereigene Base. Schon seit Alters her wurde Natronsalz (reines Natriumhydrogenkarbonat) bei Blut- und Gewebeübersäuerung eingenommen. Heute hat die Baseneinnahme besonders bei Verdauungsbeschwerden, vielen chronischen Erkrankungen und in der biologischen Krebstherapie erfolgreiche Verwendung gefunden.

Durch die Procain-Basen-Infusionen werden die guten Eigenschaften der beiden Arzneimittel auf sinnvolle Weise kombiniert. Die Entsäuerung des Gewebes wird beschleunigt, die Durchblutung verbessert, chronisch unterversorgtes, schmerzhaftes und gereiztes Gewebe wird entlastet und kann sich regenerieren; zudem kann es zu Schmerzlinderung und Entspannung über das vegetative Nervensystem kommen. Damit können einige der Hauptmechanismen, die zur Entstehung von chronischen Erkrankungen und Krebs beitragen, außer Kraft gesetzt werden.

Procain-Basen-Infusionen bei Krebs und anderen chronisch-entzündlichen Erkrankungen
Besonders nach Chemotherapie und Bestrahlungen hat sich die Gabe von Procain-Basen-Infusionen sehr bewährt. Dann liegt sehr oft eine gravierende Übersäuerung vor allem der tumorösen Gewebe und auch des gesamten Organismus vor. Dies zeigt sich häufig in Schmerzen, Missempfindungen, Verkrampfungen, Übelkeit, Appetitlosigkeit und Müdigkeit.

Auch bei anderen chronischen Erkrankungen, z.B. aus dem rheumatischen Formenkreis und bei chronischen Schmerzsyndromen, sind günstige Effekte durch die Behandlung mit Procain-Basen-Infusionen zu erwarten.

Artesunat – ein wirksames Mittel gegen Krebs und Malaria

Der chinesische Beifuß (Artemisia annua) wird seit Jahrhunderten als traditionelles Heilmittel bei Infektionen eingesetzt. 2015 wurde der Medizin-Nobelpreis für die Entdeckung des Wirkstoffes Artemisinin aus dieser Heilpflanze als Antimalaria-Mittel an die Chinesische Forscherin Tu Youyou verliehen. Doch nicht nur Malaria-Erkrankte können von dieser Entdeckung profitieren. Seit 2005 ist für den gleichen Wirkstoff auch eine krebshemmende Wirkung bekannt, die seitdem zu mehreren hundert wissenschaftlichen Publikationen über Artesunat als Anti-Krebs-Medikament geführt hat.

Der komplexe Wirkmechanismus zerstört Krebszellen durch Oxidation von eisenhaltigen Proteinen im Innern derselben. Ein weiterer pharmakologischer Effekt von Artesunat ist die Hemmung der Gefäßneubildung (Neoangiogenese) in deren Umgebung, die von Tumoren angeregt wird, um mehr Nahrung zu bekommen. Es ist bekannt, dass Tumorzellen, die sich schnell vermehren, viel Eisen an sich ziehen. Dieser Tatbestand führt u. a. dazu, dass Krebspatienten mit der Zeit eine Blutarmut entwickeln und sich müde fühlen. Im Falle einer Behandlung mit Artesunat wird in der Regel vorher der Eisenspeicher im Körper und in den Krebszellen aufgefüllt, indem zuvor oder parallel zu Artesunat auch Eiseninfusionen gegeben werden.

Die intravenöse Verabreichung von Artesunat ist unkompliziert und wird in aller Regel sehr gut vertragen. Bei niedrigen Blutwerten, einer sogenannten Anämie, muss diese zuerst behoben werden, bevor eine Artesunat-Therapie begonnen werden kann.

Welche biologischen Antikrebsmittel werden mit IPT verwendet?

Natürliche biologische Antikrebsmittel wie z. B. Kurkuma-Extrakt (Curcumin), Artemisia-Extrakt (Artesunat), Ingwer-Extrakt (6-Shogaol), Vitamin-C, Amygdalin, Boscari Extrakt (Weihrauch-Harz), EGCG (ein Catechin aus grünem Tee) oder DCA werden intravenös innerhalb einer IPT-Therapie eingesetzt.

Hat Chemotherapie immer Nebenwirkungen?

In der orthodoxen Standard-Chemotherapie ist letztendlich immer die allgemeine Giftigkeit der Behandlung, die zu geringe Spezifität der Wirkung auf die Krebszellen und die vielen Nebenwirkungen auf alle gesunden Organe, insbesondere die Blut- und Immunzellen, aber auch die Leber, die Nieren, die Verdauungsorgane und das Gehirn („brain fog“ und „chemo-brain“ bezeichnen das Problem gut) der begrenzende Faktor. Solide Tumorerkrankungen können nur selten mit Chemotherapie alleine geheilt werden.

Auch die IPT kann dies nur in seltenen Fällen. Sie kann aber helfen, eine fortschreitende Erkrankung zu stoppen, die Tumorlast zu reduzieren oder unter Kontrolle zu bringen und dabei die Lebensqualität erhalten.

IPT-erfahrende Ärzte haben die Auffassung und Erfahrung, dass mit IPT ähnliche oder bessere Ergebnisse erreicht werden können als mit normal-dosierter Chemotherapie, weil die verabreichte Dosis so viel geringer ist und die spezifisch krebstötende Wirkung besser zu sein scheint.

Kann IPT die nebenwirkungsreiche Chemotherapie ersetzen?

Krebszellen haben bis zu 20 Mal mehr Rezeptoren (Bindungsstellen) für Insulin, unserem körpereigenen Hormon zur Blutzuckerregulation, auf ihrer Zelloberfläche als gesunde Zellen. Sie sind darüber hinaus spezialisiert auf Zuckerverwertung und nehmen 10-15 Mal mehr Zucker pro Zeiteinheit auf als gesunde Zellen. Diese Fixierung der Krebszellen auf Zucker wird in der IPT ausgenutzt, indem man zuerst den Blutzucker um circa 50-70 mg/dl durch Verabreichung von Insulin senkt, um dann ein Gemisch aus Zucker und Arzneistoff rasch zu injizieren. In der „Zuckerkrise“ des niedrigen Blutzuckers öffnen die Krebszellen und auch die chronisch entzündeten und infizierten Zellen ihre Kanäle für Zucker. Deshalb reicht es aus, eine Dosis des Arzneimittels zu geben, die nur 10-30 % der normalen Dosis entspricht, um die Zellen zu schädigen oder zu töten.

Aus diesem Grunde hat die IPT kaum oder keine nennenswerten Nebenwirkungen und kann so oft durchgeführt werden, wie sie von Nutzen ist oder benötigt wird, um die Krankheit dauerhaft unter Kontrolle zu bekommen oder in eine Rückbildung (Remission) zu führen.

Hilft Hyperthermie auch bei Hautkrebs?

Auch bei Hautkrebs kann Hyperthermie zur Wirksamkeitsverstärkung medikamentenbasierter Behandlungen effizient angewendet werden.

An der Hautoberfläche wird durch Hyperthermie eine Überhitzung erzeugt, die die Krebszellen schädigt und am Wachstum hindert. Verschiedene Hautkrebs-Arten und Präkanzerosen (Vorstufen von Krebs), sowie Hautmetastasen können damit, am besten in Kombination mit einem spezifischen Arzneimittel, erfolgreich behandelt werden.

Ein geeigneter Therapieplan mit der benötigten Behandlungsdauer wird nach einer ausführlichen Voruntersuchung von unseren Ärzten erstellt.

Wie lange dauert die Hyperthermie-Behandlung?

In der Regel dauert eine lokale Tiefenhyperthermie-Anwendung eine Stunde. Ein Behandlungszyklus umfasst 10-15 Einzelbehandlungen, mit 2 bis 4 Behandlungen pro Woche. Nur in speziellen Ausnahmen, wie z. B. bei Hirntumoren, beginnt man mit kürzeren Behandlungszeiten. Die genaue Anzahl der Behandlungen in einem Zyklus ist abhängig von der individuellen Diagnose und dem persönlichen Therapieplan der Gesamtheit aller übrigen Therapien.

Kann man Hyperthermie mit Chemotherapie und Bestrahlung kombinieren?

Unbedingt empfehlenswert ist der Einsatz von Hyperthermie als Ergänzung zu einer Chemotherapie und Bestrahlungen. Zahlreiche wissenschaftliche Studien belegen die positiven Effekte von Hyperthermie in Kombination mit den konventionellen Krebstherapien.

Durch die Überwärmung kommt es zu einer besseren Durchblutung, so dass die Medikamente besser aufgenommen werden können. Der Synergieeffekt von Hyperthermie und Cisplatin, einem häufig verwendeten Chemotherapeutikum, kann z. B. um ein Vielfaches höher liegen, als bei der alleinigen Behandlung mit Cisplatin bei normalen Temperaturen.

Auch in der Kombination der Hyperthermie mit der klassischen Strahlentherapie zeigen sich positive Effekte – ganz ohne die Nebenwirkungen der Bestrahlung zu verstärken. Krebszellen sind nicht nur äußerst hitzeempfindlich, auch werden Schäden an der Krebszelle durch die Hitzeeinwirkung schlechter repariert. Auch dieser Effekt ist durch zahlreiche Studien belegt.

Kann Hyperthermie auch zur Entgiftung eingesetzt werden?

Hyperthermie-Behandlungen wirken sich nicht nur vorteilhaft auf das Immunsystem aus. Sie haben einen weiteren positiven „Nebeneffekt“: Die Überhitzung aktiviert den Stoffwechsel und regt somit die Entgiftung über die Haut an. Die Durchblutung und Sauerstoffversorgung wird verbessert und dem Körper wird somit geholfen, sich von den Giftstoffen zu befreien.

Ausführliche Blutuntersuchungen – mit speziellen Diagnoseverfahren – helfen uns in der Arcadia Praxisklinik belastenden Toxinen auf die Spur zu kommen und entsprechende Entgiftungsmaßnahmen zu empfehlen.

Wie wirkt sich Hyperthermie auf das Immunsystem aus?

Wärme stimuliert die körpereigenen Abwährkräfte. Nachgewiesen ist, das Hyperthermie sich günstig auf unser Immunsystem auswirkt: Die Überhitzung löst verschiedene positive immunologische Effekte aus. Bereits nach nur einer Behandlung kann man z.B. beobachten, dass die weißen Blutkörperchen wesentlich aktiver sind. Der Patient merkt diese Veränderungen hauptsächlich durch eine Verbesserung seines Allgemeinzustandes.

Wie funktioniert die lokale Tiefenhyperthermie?

Bei der lokalen Tiefenhyperthermie wird das vom Krebs befallene Gebiet eines Organs auf Temperaturen bis zu 43° C erhitzt. Die Krebszellen werden dabei elektromagnetischen Wellen mit einer Frequenz von 13,5 Megahertz ausgesetzt. Die hitzeempfindlichen Krebszellen reagieren stärker auf die Überwärmung als die gesunden Zellen, die kaum durch Einwirkung dieser Frequenz beeinträchtigt werden. In Krebszellen kommt es nach einiger Zeit der Einwirkung der Überwärmung zum „programmierten Zelltod“, auch Apoptose genannt. Gesunde Zellen werden dabei nicht geschädigt, da sie sich bei dieser Frequenz nur geringfügig erwärmen.

Die lokale Tiefenhyperthermie kann als einzelne Behandlungsform oder in Kombination mit Strahlen- und/oder Chemotherapie durchgeführt werden. Für die Kombination mit traditionellen Behandlungsformen, wie Strahlen- oder Chemotherapie, liegen zahlreiche wissenschaftliche Studien vor.

Diagnose

Jede Therapieempfehlung setzt eine ausführliche Diagnose der Krebserkrankung voraus.

Behandlungsablauf

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Das sagen unsere Patienten

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